Die Geschichte des Hapkido

 

Das Wort Hapkido bedeutet:

  • Hap = die Harmonie zwischen Geist und Körper
     
  • Ki = die geistige und körperliche Kraft
     
  • Do= der Weg, die Geduld, die Lehre, die geistige Entwicklung

 

Die Entstehung

Hapkido ist eine koreanische Kampfkunst, die um die Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Ein Teil ihrer Techniken geht, ebenso wie diejenigen des Aikido, auf das japanische Daito Ryu Aiki Ju Jutsu zurück.

Der Meister des Daito Ryu Aiki Ju Jutsu, Sogaku Takeda, nahm einen koreanischen Schüler bei sich auf, der nach dessen Tod nach Korea zurückkehrte. Der Name dieses Mannes war Choi, Yong-Sul und er gilt als der Begründer des Hapkido.

In die von Meister Takeda erlernten Techniken wurden später Techniken anderer koreanischer Kampfkünste integriert, wie des Tae Kyon, das auch als ein Vorläufer des Taekwondo gilt.

Die Wirkung

Äußerlich betrachtet ist Hapkido, eine Kampfkunst, welche der Selbstverteidigung dient. Zu diesem Zweck bedient sich Hapkido der Schulung des Körpers.

Die Folgen dieser Schulung sind für den Schüler schon nach wenigen Monaten des Übens sicht- und fühlbar.

Sein Körper erlangt eine größere Kraft und Ausdauer, eine erhöhte Beweglichkeit und bessere Koordination. Mit zunehmender Erfahrung wird er in der Lage sein, einem Angriff wirkungsvoll zu begegnen.

An diesem Punkt seiner Entwicklung wird er an sich auch eine Veränderung seiner geistigen Einstellung wahrnehmen. Wer glaubt, in einer körperlichen Auseinandersetzung bestehen zu können, hat diese zur Selbstbestätigung nicht mehr nötig und wird versuchen, sie zu vermeiden.

Damit erschließt sich ihm die innere Disziplin dieser Kampfkunst, die man an dieser Stelle nicht mehr beschreiben kann. Der Schüler muß sie durch eigenes Tun erfahren.

Die Kampfkunst Hapkido weist eine Vielzahl von Techniken mit und ohne Waffen auf, weil sie in der Auswahl ihrer Techniken keinerlei Beschränkung kennt. Alles, was der Verteidigung dient, wird verwendet: Schlag- und Tritttechniken, das Hebeln von Gliedmaßen und das Werfen des Gegners.

Dabei wirkt man auf die empfindlichen Stellen des Gegners ein, um mit einem Minimum an Einsatz ein Maximum an Wirkung zu erzielen. Ziel ist es, eine angemessene Verteidigung zu verwenden, die der Schwere des Angriffs entspricht.