Die Geschichte des Taekwondo

 

Das Wort Taekwondo bedeutet:

"Der Weg von Hand und Fuß"

  • Tae = der Fuß, treten, stoßen, zerschmettern
     
  • Kwon = die Faust, schlagen, zerstören
     
  • Do= der Weg, die Geduld, die Lehre, die geistige Entwicklung

 

Die Entstehung

Taekwondo ist wohl ohne Zweifel eine der ältesten Kampfsportarten überhaupt. Die Geschichte des Taekwondo reicht über 2000 Jahre zurück. Dies beweisen Grabmalerein im Norden Koreas, welche artverwandte Kampftechniken darstellen. Trotz der bewegten Geschichte Koreas überlebte diese Kampfkunst bis heute. Sie besaß allerdings nicht immer den Namen "Taekwondo".

Vor sehr langer Zeit war Korea in mehrere Königreiche aufgeteilt, die in ständigem Krieg lebten. Verteidigung war oberste Divise. Vor allem für Soldaten war es wichtig, sich im Falle des Verlustes ihrer Waffe verteidigen zu können. Dies brachte die sogenannten "waffenlosen Kampfkünste" hervor. In den Königreichen waren solche Künste zum Beispiel unter Namen wie: Taekyon, Byon, Subak, Kwontaek oder Subyokta bekannt.

Aber mit der späteren Vereinigung der einzelnen Königreiche gab es keinen Grund mehr, sich verteidigen zu müssen und damit verloren die Kampfkünste immer mehr an Popularität und Bedeutung. Sie wären wohl mit der Zeit gänzlich in Vergessenheit geraten, wenn nicht einzelne Gruppen sie dennoch vielleicht aus Tradition praktiziert hätten. Mit der Besetzung Koreas 1910 durch die Japaner wurde es in seiner öffentlichen Ausübung jedoch gänzlich verboten.

In dieser Zeit vermischte sich Taekyon ( wie Taekwondo damals genannt wurde) mit der neu entdeckten japanischen Kampfsportart, Karate, wie es sich auch schon vor sehr langer Zeit mit dem chinesischen Kung-fu vermischt hatte. Nun erfreute sich das Taekyon auch wieder größter Beliebtheit, da die Bedrohung von außen wieder gegeben war.

Nach der Niederlage der Japaner im 2. Weltkrieg herrschte allgemeines Interesse daran, diesen Kampfsport der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was eine große Verbreitung zur Folge hatte.

Unter der Führung eines Mannes namens General Choi, Hong Hi entstand eine Bewegung, welche die Aufgabe hatte, das Taekyon neu zu ordnen. Mit Hilfe eines Komitees änderte man den Namen von Taekyon in Taekwondo.

Taekwondo vereinigte nun viele verschiedene Stilrichtungen in sich und wurde 1955 im Auftrag der südkoreanischen Regierung zum Nationalsport erhoben. Mittlerweile ist Taekwondo auch zur offiziellen Olympischen Disziplin erklärt worden.

Die Wirkung


Diese Kunst zur Selbstverteidigung entwickelte sich über viele Jahrhunderte hinweg selbstständig in Korea. Typisch für Taekwondo ist es Angriffe waffenlos abzuwehren, z.B. mit Händen, Füßen, Knöcheln, Schienbein, Ellbogen, Knie usw.. Es gibt kaum ein Körperteil das nicht zur Abwehr dienen kann. Durch ständiges und regelmäßiges Training verschafft sich der Schüler ein seelisches - und körperliches Gleichgewicht, welches das Allgemeinbefinden stark verbessert.

Die Behändigkeit und Beweglichkeit erhöht sich um ein Vielfaches. Als Folge des Trainings lernt man sich selbst zu verteidigen und steigert damit das eigene Selbstvertrauen.
Durch eine feste Rangordnung beim Taekwondo lernt man Disziplin und Respekt gegenüber anderen Menschen.
Als wichtigen Punkt möchten wir darauf hinweisen, dass es kaum Schläger aus den Reihen derer gibt, die diese Kampfsportart ausüben. Ein Resultat des jahrelangen Trainings, welches zur geistigen Reife sehr beiträgt.